Geschichte als gelebte Zeit – auf den Spuren jüdischen Lebens in Regensburg
Vor 500 Jahren – im Februar 1519 – wurde das jüdische Viertel in Regensburg samt Synagoge dem Erdboden gleichgemacht.
Aus diesem Anlass gab es eine Sonderausstellung im Historischen Museum Regensburg: Regensburg – Mittelalterliche Metropole der Juden.
Die SchülerInnen der Herder-Schule aus Klasse 8 und 9 haben sich in einem fachübergreifenden Projekt mit ihrer Ethiklehrkraft von Herrn Waldherr, dem Gründer und Leiter von Cultheca, durch die Ausstellung führen lassen und sind danach jüdischen Spuren in Regensburg bis in die jüngste Geschichte gefolgt.
In der Diskussion um Zeichen und Spuren von Verunglimpfungen jüdischen Lebens wurde deutlich, dass sich Geschichte nicht bereinigen lässt, sondern uns als „gelebte Zeit“ erinnert an vergangene Zeiten und uns gleichzeitig – im Sinne eines Mahnmals – aufordert, nicht zu vergessen und immer wachsam und verantwortlich gegenüber Ausgrenzungen von Mitmenschen zu sein.